Bakteriostatisches Wasser (BAC):warum, wie und wie viel
Bakteriostatisches Wasser ist das Referenzlösungsmittel zur Rekonstitution von Forschungspeptiden. Dieser Leitfaden erläutert seine Zusammensetzung, seine Vorteile gegenüber einfachem sterilem Wasser, die zu verwendenden Volumina und die seltenen Fälle, in denen Alternativen erforderlich sind.
Was ist bakteriostatisches Wasser?
L’bakteriostatisches Wasser für Injektionszwecke(BAC-Wasser, bakteriostatisches Wasser für Injektionszwecke) ist eine sterile Wasserlösung zur Injektion, die Folgendes enthält:0,9% Benzylalkoholals antimikrobielles Konservierungsmittel. Es wird gemäß den Standards der USP (United States Pharmacopeia) und des Europäischen Arzneimittelgesetzes (Ph.Eur.) hergestellt.
Die Zusammensetzung ist einfach: steriles Reinstwasser + 0,9 % Benzylalkohol. Sonst nichts. Der pH-Wert liegt im neutralen Bereich (pH 5–7, je nach Zusammensetzung). Das Produkt ist in Mehrdosen-Glasflaschen mit perforiertem Septumverschluss abgefüllt, der mehrere Punktionen ermöglicht, ohne die Sterilität des restlichen Inhalts zu beeinträchtigen.
Benzylalkohol (C₆H₅CH₂OH, 0,9 %) hemmt das Bakterienwachstum durch Zerstörung der bakteriellen Zellmembran und Hemmung bestimmter Atmungsenzyme. In dieser Konzentration wirkt er bakteriostatisch (hemmt das Wachstum), aber nicht sterilisierend (tötet Sporen nicht sofort ab). Dies ist ausreichend, um eine Kontamination von Mehrdosen-Peptiden zu verhindern, die 28 Tage lang gekühlt gelagert werden.
BAC-Wasser vs. steriles Wasser: ein vollständiger Vergleich
| Kriterien | BAC-Wasser (0,9 % Benzylalkohol) | Nur steriles Wasser (WFI) |
|---|---|---|
| Konservativ | Ja – Benzylalkohol 0,9 % | NEIN |
| Mehrfachpunktionen (Mehrfachdosis) | Ja – sicher für 28 Tage | Nein – Einwegverwendung |
| Haltbarkeit nach Rekonstitution | 28 Tage (2-8°C) | Maximal 5-7 Tage |
| Typisches Flaschenvolumen | 10 ml, 30 ml | 2 ml, 5 ml, 10 ml |
| pH | ~5-7 | ~5-7 |
| Peptidkompatibilität | Sehr groß | Groß (aber von begrenzter Dauer) |
| Sterilität garantiert | Ja (USP) | Ja (USP) |
Wann sollte man reines, steriles Wasser verwenden?
Steriles Wasser ohne Konservierungsstoffe ist in zwei Fällen vorzuziehen:
- Das Peptid wird verwendet inEinzeldosisund die Ampulle wurde in einem Zug vollständig aufgebraucht
- Einige sehr seltene Peptide, die eineUnvereinbarkeitmit Benzylalkohol (Peptidempfindlichkeit gegenüber Alkoholen) – siehe Produktinformationsblatt
Zu verwendende BAC-Volumes: Regeln und Beispiele
Berechnungsgrundsätze
Die zuzugebende Menge an BAC bestimmt die Endkonzentration. Die Grundregel:
Konzentration (mg/ml) = Masse des Peptids (mg) ÷ Volumen des zugesetzten BAC (ml)
Insulin U-100 Spritze: 1 ml = 100 Einheiten → 1 Einheit = 0,01 ml = 10 µl
Tabelle der praktischen Konfigurationen
| Peptidmenge | BAC hinzugefügt | Konzentration | Dosis 0,25 mg | Dosis 0,5 mg | Dosis 1 mg |
|---|---|---|---|---|---|
| 5 mg | 1 ml | 5 mg/ml | 5 Einheiten | 10 Einheiten | 20 Einheiten |
| 5 mg | 2 ml | 2,5 mg/ml | 10 Einheiten | 20 Einheiten | 40 Einheiten |
| 10 mg | 2 ml | 5 mg/ml | 5 Einheiten | 10 Einheiten | 20 Einheiten |
| 10 mg | 5 ml | 2 mg/ml | 12,5 Einheiten | 25 Einheiten | 50 Einheiten |
| 20 mg | 4 ml | 5 mg/ml | 5 Einheiten | 10 Einheiten | 20 Einheiten |
| 20 mg | 10 ml | 2 mg/ml | 12,5 Einheiten | 25 Einheiten | 50 Einheiten |
Wählen Sie ein Tankvolumen, das Folgendes ergibtganze Zahlen von Einheitenfür Ihre Zieldosis. Zum Beispiel ist bei einer Dosis von 0,5 mg mit 10 mg Peptid die Zugabe von 2 ml (= 10 Einheiten) wesentlich praktischer und präziser als die Zugabe von 3 ml (= 6,67 Einheiten, nicht direkt ablesbar).
BAC-Wasserbenutzungsprotokoll
Den Behälter im Kühlschrank aufbewahren.
Nach dem Öffnen kann BAC-Wasser bis zu 28 Tage im Kühlschrank (2–8 °C) aufbewahrt werden. Danach nehmen die konservierenden Eigenschaften ab und es besteht die Gefahr von mikrobiellem Wachstum. Notieren Sie das Öffnungsdatum auf der Flasche.
Desinfizieren Sie den Stopfen vor jedem Einstechen.
Auch wenn das BAC bakteriostatisch wirkt, ist die Desinfektion des Septums mit 70%igem Isopropylalkohol vor jedem Nadelstich weiterhin ratsam. 30 Sekunden einwirken lassen.
Verwenden Sie für jede Punktion eine saubere Spritze.
Eine gebrauchte Nadel darf niemals wieder in das BAC-Fläschchen eingeführt werden. Dadurch gelangen Verunreinigungen in das Fläschchen und alle zukünftigen Rekonstitutionen werden beeinträchtigt.
Sanft saugen
Ziehen Sie das gewünschte Volumen langsam auf, um Blasenbildung zu vermeiden. Sollten sich dennoch Blasen bilden, klopfen Sie leicht gegen die Spritze und drücken Sie den Kolben vorsichtig nach oben, um die Blasen zu entfernen, bevor Sie das Peptid in das Fläschchen injizieren.
Alternativen zu BAC-Wasser: Wann und welche?
Verdünnte Essigsäure (0,6 % – 0,1 M)
Wird für Peptide verwendet, die sich in neutralem Wasser nicht lösen oder bei neutralem pH-Wert ausfallen. Typisch für basische Peptide (wie z. B. DAC-freies CJC-1295, ein GHRH-Analogon). Verdünnte Essigsäure senkt den pH-Wert leicht und verbessert die Löslichkeit dieser Peptide.
- Herstellung: 0,35 ml reine Eisessigsäure + 99,65 ml steriles Wasser = ca. 0,6%ige Lösung
- Oder man verwendet fertige 0,1 M Essigsäure (pH ~2,9).
- Muss steril und wassertauglich für Injektionszwecke sein.
DMSO (Dimethylsulfoxid) in niedriger Konzentration
Ein universelles Lösungsmittel für stark hydrophobe (lipophile) Peptide. Wird selten für Standard-Forschungspeptide verwendet. Die Konzentration beträgt typischerweise ≤ 10 % in sterilem Wasser. DMSO ist selbst biologisch aktiv und kann experimentelle Modelle beeinflussen – daher ist Vorsicht geboten.
PBS (Phosphatgepufferte Salzlösung)
Für bestimmte Zellkulturprotokolle kann PBS verwendet werden. Nachteil: kein antimikrobielles Konservierungsmittel, nur nach Rekonstitution sofort einsatzbereit.
BAC-Wasser ist bei MyPeptide erhältlich.
Unser bakteriostatisches Wasser in USP-Qualität ist in 10-ml-Flaschen mit Mehrdosenverschluss erhältlich. Es wird gemäß den Standards der europäischen und amerikanischen Arzneibücher hergestellt und garantiert somit Sterilität und die korrekte Benzylalkoholkonzentration.
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